Spontane Aufnahme der 2 ukrainische hörgeschädigten Familien

                 aus der Nähe von Kiew am 13.März 2022

 

Am Sonntag, den 13.März 2022, vormittags, fand ein Familientreff im Hörgeschädigten Zentrum in Pforzheim statt. Einige Familien mit Kindern verbrachten die schönen Stunden mit dem Frühstück. Anschließend fand eine kleine Versammlung mit Wahl statt.

In dieser Zwischenzeit bekam 2.Vorstand Claudia Vollmer, die ebenfalls anwesend war, ein Videochat von einem Mitglied. Es wird dringend eine Hilfe benötigt, 2 ukrainische Familien

(6 Personen) aufzunehmen, die zur Zeit in Salzburg aufhielten, für eine Übernachtung,

um am nächsten Tag weiter zufahren.

Der Vorstand aus Salzburg nahm Kontakt mit unserem HGZ-Vorstand V.Vollmer auf.

Spontan fanden wir gemeinsam eine Lösung, diese Leute aufzunehmen und im Zentrum zu übernachten zu dürfen. Die aufklappbaren Feldbetten erhielten wir von der Feuerwehr aus Pforzheim und alle halfen kräftig mit. Einige Mitglieder brachten noch Bettzeug mit. Die Familien, die am Morgen gemeinsam gefrühstückt haben, die ganzen Speisen

(Brot, Brötchen, Wurst, Käse, Obst, Tomaten, Gurken und Säfte), alles waren noch übrig, dies ließen sie alles da. Danke!

 Abends gegen 19 Uhr trafen nun 2 Familien und ein Paar als Begleitung aus Ludwigsburg (Übersetzer) bei uns ein. Eine Begrüßung mit Herzzeichen und emotionale Gefühle standen HGZ-Vorstand V.Vollmer , GV-2.Vorstand C.Vollmer und ein Vereinsmitglied Dorothea Krämer-Friedl, die alles mit unterstützt hat, da.

Gemeinsam saßen wir noch alle am runden Tisch und sie erzählten uns die schrecklichen Erlebnisse. Wir waren entsetzt und sprachlos.

Eine junge Frau Irina hat ihre Mutter gebeten, die aus der Nähe von Kiew wohnte, dies zu verlassen und nach Budapest zu fliehen. Irina wohnt in Paris und flog nach Budapest, denn da war in Ukraine die Flugverbotslinie. Dort trafen sie sich mit Sicherheit an und von da aus fuhren sie mit anderen Personen die weite Strecke bis hierher. Unfassbar.

 Am nächsten Morgen bereiteten wir das Frühstück vor und natürlich waren sie vor Anstrengung ziemlich noch erschöpft. Damit stärkten sie sich erst mal auf. Sie hatten ein Ziel vor Augen , in Paris anzukommen.

Ich beobachtete eine Frau, die ihren 14 jährigen Sohn und ihren Mann dabei hatte, sehr unruhig war.

Claudia erzählte mir, dass sie noch eine 18 jährige Tochter hat, die aber dort in Kiew blieb wegen ihren Freund, der zum Militär musste. Wie viel Leid muss diese Mutter alles noch ertragen?

 Etwa gegen 10.30 UHR verabschiedeten wir uns von diesen Menschen mit vielen Zusagen von Dankbarkeit und auch Traurigkeit.

 Claudia V. und ich räumten nun alles auf und wir unterhielten uns zwischendurch immer wieder von diesen schrecklichen Erlebnissen.

 Es wird für uns immer eine Erinnerung bleiben.

 Ein herzliches Dankeschön an allen, die an diesem Sonntag die spontane Aufnahme der ukrainischen Familien mit gewirkt haben.

 

Bericht : Dorothea Krämer-Friedl